Dezentralisierung
Aus RegionalesWirtschaften
Gegenpol zur Zentralisierung ist die Dezentralisierung. Sie bedeutet die Verteilung und Verkleinerung von Strukturen statt Konzentration und Vergrößerung.
[Bearbeiten] Prozesse und Strukturen, in denen Dezentralisierung sichtbar ist
- Dezentrale Finanzsysteme
- Energieversorgung: Kalte Fusion wird ebenso dezentral eingesetzt wie Solar- Wind- oder Wasserenergie
- das Internet dezentralisiert die Medien: Jeder tritt als Sender und Empfänger auf
- Regionalisierung als geografischer/politischer/ökonomischer Dezentralisierungsprozess
[Bearbeiten] Vorteile
- Ein wesentlicher Vorteil der Dezentralisierung liegt in der grösseren Stabilität dezentraler Systeme. Selbst bei Fehlern (und Zusammenbrüchen) in Teilsystemen ist die Gesamtstruktur nicht gefährdet. Vielmehr sind Teilzusammenbrüche sogar sinnvoll, um die evolutionäre Dynamik zu erhalten. Aus den "Fehlern der anderen" lernt man, das eigene System zu optimieren. Vielleicht wird dieser Aspekt deutlicher, wenn man sich die Anfälligkeit von Monokulturen für Schädlinge und Krankheiten ansieht.
- Durch die geringe Entfernung zu den Nutzern sind kostengünstigere Gesamtlösungen möglich, da Transportaufwand wegfällt.
[Bearbeiten] Warum wurden die dezentrale Strukturen aufgegeben?
In den 50er und 60er Jahren waren in vielen Bereichen Strukturen üblich, die wesentlich dezentraler gestaltet waren, als die heute üblichen Systeme. In den vielen Fällen waren diese Strukturen gegenüber industriellen, zentralen System noch nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig. Die aus kurzsichtigen Gründen aufgegebenen Strukturen werden heute jedoch über ihren rein wirtschaftlichen Nutzen als wertvoll gesehen. So erfüllt z.B. ein Nahversorger in kleinen Ortschaften nicht nur logistische Funktionen, sondern stellt auch ein wesentliches soziales Zentrum dar.
